Frauen und ihre Gesundheit von der Kindheit bis zu den Wechseljahren

Geburt – Pubertät – Wechseljahre – Postmenopause
Reifungsschritte im Leben einer Frau

In jedem der Lebensabschnitte können Ereignisse so negativ auf uns wirken, dass die natürliche Entwicklung nicht harmonisch ablaufen kann.  Diese Störungen können dazu führen, dass im Leben einer (werdenden) Frau Beschwerden auftreten, vor allem in den Übergangsphasen von Pubertät und Wechseljahren.

Der gesunde Reifungsprozess

Das Neugeborene und das Klein-Kind lernen in schützender Atmosphäre ihren Körper, ihre Emotion kennen. Sie erfahren die eigenen Grenzen in dem sich ständig vergrößernden Radius ihrer Umwelt

In der Pubertät verändert sich sowohl der Körper als auch der Hormonhaushalt. Das führt zu Schwankungen in der Stimmung – eine Herausforderung für das Umfeld der Heranwachsenden. Wohl dem, er mit seinen Hochs und Tiefs liebevoll angenommen wird. Das reifende Mädchen soll immer mehr Selbstverantwortung übernehmen.

Die junge Frau strahlt Vitalität aus, macht Erfahrungen mit ihrer Weiblichkeit und widmet sich ihrem Können.weise und weißhaarige Frau nach dem Klimakterium mit Neugeborenem im Arm

In der Mutterschaft wächst die Herausforderung für die Frau noch einmal. Sie gibt viel und nimmt sich selbst zurück. Die Familie hat Priorität. Dabei achtet frau darauf, nicht zu kurz zu kommen und Kraft aufzufüllen.

In den Wechseljahren, im Klimakterium, erlebt die Frau erneut eine natürliche Veränderung ihres Hormonhaushaltes. Ihr Körper verlangt nach mehr Ruhe als die Aufmerksamkeit für die Familie dies zuließ. Gleichzeitig sucht sie eine erfüllende Aufgabe.

Die reifere Frau hat die Wechseljahre durchschritten. Sie ist in der Postmenopause. Die Kinder sind flügge, die Beschwerden des Klimakteriums überwunden, „frau“ kann ihre Kraft ganz dem widmen, was sie jetzt erfüllt. Sie lebt mit ihrer Lebenserfahrung.

Die noch reifere, weise Frau ist nicht mehr darauf angewiesen durch ihr Tun zu wirken.
Ihr Sein strahlt wie von selbst. Sie kann gelassen ihres Weges gehen.

Selten verläuft die Ent-Wicklung ideal

Phasen der Veränderung  sind Phasen der Instabilität. Das Alte ist noch nicht beiseite geräumt, das Neu hat sich noch nicht bewährt. Hier fallen körperliche Beschwerden oder Stimmungsschwankungen besonders ins Gewicht.

Sie werden auf den Umbau des Hormonsystems zurückgeführt.
Die Menge eines Hormons in unserem Blut bewegt sich im Bereich zwischen Milligramm und Nanogramm  – im Verhältnis zu unserem Körpergewicht von zig Kilogramm!

Unser sehr sensibles Hormonsystem bleibt nicht unbeeinflusst von unserem Befinden, von unserer Psyche. Glücksmomente und Trauer beeinflussen unser System erheblich.

 

Pubertät und Wechseljahre unbeschwert erleben?

Hilfreich kann es sein, Störungen, die am Wegrand immer wieder auftauchen, ihren Stachel zu nehmen. Ideal ist es die Verletzungen durch negativ empfundene Erlebnisse unmittelbar zu heilen. Wenn dies nicht möglich war oder das Bewusstsein dafür in den Wechseljahren erwacht, können diese Konflikte z.B. in Bezug auf das Thema Männer – Frauen – Männer jetzt entknotet werden. Dadurch kann es zu einer Erleichterung der Beschwerden kommen.

Beispiele möglicher zu lösender Konflikte

  • Verletzungen haben eine emotionale Mauer errichtet
  • Zerrissenheit, weil man zwischen zwei Stühlen sitzt
  • Die eigenen Bedürfnisse sind verdrängt
  • Die Selbstsicherheit reicht nicht aus, das Leben ohne Unterstützung zu meistern
  • Sich kleinmachen, damit die Unterstützung gesichert ist
  • Die Anpassung war so stark, dass die Individualität gelitten hat
  • Sich abhängig fühlen
  • Festhalten am traditionellen Versorgungsmuster um dazuzugehören
  • Aufopferung lässt nicht zu das eigene Leben zu leben
  • Das Rollenspiel: „Ich – Frau“, nimmt die persönliche Freiheit
  • Vertreten der eigenen Position fällt schwer
  • Ablehnung des eigenen Körpers, ihn nicht so mögen, wie er ist
  • Sich unbemerkt einer Autorität beugen
  • Selbstwert auch ohne die Rolle Frau als Mutter auszufüllen
  • Loslassen der Kinder, damit sie ihren eigenen Weg gehen, scheint unmöglich